Matcha Tee – Besonderer Grüntee aus Japan

Jadegrün, gesund und ungeahnt vielseitig: Das ist Matcha Tee! Dem japanischen Getränk aus gemahlenen Grünteeblättern wird eine positive Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden nachgesagt: Als gesunde Alternative zu Kaffee und Lieferant wichtiger Nährstoffe trägt Matcha-Tee zu einer gesunden Lebensweise bei, macht wach ohne nervös zu machen, steigert die Konzentrationsfähigkeit und füllt die Energiereserven beim Training wieder auf. Dabei hat Matcha Tee kaum Kalorien und Kenner wissen: Mit Matcha Tee abnehmen, das funktioniert! Der regelmäßige Genuss von Matcha soll sogar schweren Krankheiten vorbeugen und das Risiko von Herz- und Gefäßerkrankungen reduzieren. Doch macht Matcha Tee schlank und ist er wirklich so gesund?

Einige Tee-Cafés und japanische Bäckereien in Deutschland und Österreich schwören auf Matcha Tee und vielfältige Kreationen mit Matcha Pulver wie Matcha Latte und Matcha Gebäck – es gibt unzählige Matcha Tee Rezepte. Fans und Kenner sind dank eigener Erfahrungen überzeugt: Der Tee schmeckt nicht nur hervorragend, Matcha fördert die Gesundheit und besitzt eine wohltuende Wirkung. Höchste Zeit, dem Ursprung des Trends auf den Grund zu gehen!

 

 

Bisher gibt es keine repräsentativen Studien zu Matcha Tee selbst, doch die wissenschaftlichen Studien zu Grüntee finden analog Anwendung. Beispiele:

Die positive Wirkung sollte bei Matcha-Tee noch stärker ausfallen, denn während normaler grüner Tee nur ein Aufguss der Teeblätter ist, wird bei Matcha Tee das ganze frische Teeblatt gemahlen und konsumiert. Dadurch enthält Matcha ein Vielfaches der wertvollen Inhaltsstoffe des herkömmlichen grünen Tees.

Zudem ist er um einiges vielseitiger als normaler grüner Tee. Matcha Pulver kann in jedem Bereich der Küche eingesetzt werden: Neben dem wohlschmeckenden Tee verfeinert Matcha Green Smoothies, Cocktails, Shakes oder einen leckeren Matcha Eistee, aber auch Gebäck wie Kuchen und Cupcakes, verschiedene Desserts, Matcha Eis oder Schokolade erhalten durch Matcha eine besondere Note. Ausgefallene Kreationen wie Matcha Salatsauce oder Nudelsauchen mit Matcha Pulver sind ebenfalls möglich. Dank des süßlich-herben Geschmacks von Matcha sind bei Essen und Trinken kaum Grenzen gesetzt. Matcha Tee bereichert jedes Getränk und Gericht!

Zu der Zeit, als Matcha Tee in Japan das erste Mal zubereitet wurde, ahnte sicherlich niemand, welche Popularität dieser edle Grüntee einmal weltweit erlangen würde. Dennoch exportiert Japan nur einen Bruchteil der Matcha Produktion ins Ausland – in Japan gilt Matcha seit seiner Einführung als einer der besten und gesündesten grünen Tees.

Woher kommt Matcha Tee?

Matcha Tee ist ein Grüntee, der seinen Ursprung in China hat. Dort war die Teepflanze – Camellia sinensis – seit Jahrtausenden als Heilpflanze bekannt und wurde auf verschiedenste Arten genutzt. Japanische Mönche brachten vor tausend Jahren nicht nur den grünen Tee von ihren Studienreisen ins Land der Mitte zurück, sondern später auch die ganz spezielle Form der Zubereitung von Matcha Tee: Während von den Teeblättern des herkömmlichen grünen Tees lediglich ein Aufguss zubereitet wird, wird für Matcha das ganze Teeblatt zermahlen und konsumiert.

In China geriet Matcha schon kurz darauf in Vergessenheit, die Japaner jedoch perfektionierten nicht nur den Anbau und die Herstellung von Matcha Tee, sondern auch seine Zubereitung. Zunächst wurde grüner Tee vor allem von Mönchen angebaut und als Wachmacher zur Unterstützung der Meditation sowie als eines der vielen chinesischen Heilkräuter genutzt, doch bald fand das besondere belebende Getränk auch in der Adelsschicht Anklang. Bis zum 14. Jahrhundert hatte sich das Trinken von grünem Tee im Allgemeinen und Matcha Tee im Besonderen von der Oberschicht und den Geistlichen über die Samurai-Kaste bis zur bürgerlichen Gesellschaftsschicht ausgebreitet.

Nachdem der Zen-Meister Eisai Ende des 12. Jahrhunderts die neue Art der Zubereitung nach Japan brachte und erste Regeln für den Teegenuss festhielt, definierte der Teemeister Sen no Soeki 1563 schließlich die Teezeremonie, wie wir sie heute kennen. Bis heute gilt die traditionelle Teezeremonie als Zeichen von Bildung und Kultiviertheit. Seit seiner Einführung erlangte das Grüntee-Pulver immer größere Popularität in ganz Japan und fand von dort aus schließlich auch den Weg nach Europa und Amerika. Aber was macht Matcha Tee so besonders und warum konnte er in der Gegenwart auch hierzulande zum Trendgetränk werden?

Matcha Tee Anbau und Herstellung

Der Schlüssel liegt in der besonderen Anbaumethode sowie in der schonenden Herstellung. Sie legen den Grundstein für den samtigen Geschmack und die hohe Qualität des Matcha. Im Gegensatz zum Sencha, der viel Sonnenlicht genießt, werden die Teepflanzen für Matcha Tee drei bis vier Wochen vor der Ernte mit Reisstroh- bzw. Bambusmatten oder mit Planen abgedeckt. So wird das einfallende Sonnenlicht um 90 Prozenz reduziert und die Pflanzen wachsen beschattet heran. Dadurch reduziert sich die Herbe des Tees, die Pflanzen produzieren deutlich mehr Chlorophyll, Theanin (eine Aminosäure, die für die Süße und den Wohlgeschmack des Tees – das Umami – sorgt) und Koffein, aber bilden viel weniger Gerbstoffe. Nach der Ernte im Mai, die stets von Hand erfolgt, werden die Blätter bedampft und behutsam getrocknet.

Anschließend werden die Teeblätter in kleine Stücke geschnitten, das feine Blattgewebe wird von Stängeln und Blattadern getrennt. Übrig bleiben die weichen, flockenartigen Blattteile (Tencha), die reich an Theanin, Vitamin A, Antioxidantien und Koffein sind. Dieser Tencha wird bis zum Sommerende kühl eingelagert und dann in Granitmühlen zu feinstem Matchapulver zermahlen. Dieser langsame, methodische Produktionsprozess ist es, der den hochwertigen Matcha mit der lebendig grünen Farbe und dem sanften Aroma entstehen lässt.

Nur in wenigen Gebieten in Japan bauen Teebauern den Tee für Matcha an. Wer Matcha in Bio-Qualität kaufen möchte, steht vor einer noch kleineren Auswahl des exklusiven Grüntees. Matcha Tee ist ohnehin ein eher hochpreisiger Tee, für biologisch angebauten Matcha sind bis zu 55 Euro für 30 Gramm Tee keine Seltenheit. Dass sich diese Ausgaben vollends lohnen, zeigen die gesunden Inhaltsstoffe von Matcha Tee.

Was ist drin? – Matcha Tee Inhaltsstoffe

Grüntee ist gesund. Denn er enthält unter anderem Aminosäuren und Catechine, die eine positive Wirkung auf unseren Körper haben. Da bei Matcha Tee das ganze Blatt und nicht nur ein bloßer Aufguss der Teeblätter konsumiert wird, ist die Konzentration der gesunden Inhaltsstoffe um ein Vielfaches höher. Außerdem enthält Matcha neben Mineralien und Spurenelementen viel Koffein – das Besondere hierbei ist, dass das Koffein an Flavole gebunden ist und dadurch erst im Darm aufgenommen wird. So erfolgt die belebende Wirkung langsamer und hält länger an. Doch was genau macht Matcha Tee gesund? Die hohe Konzentration und die Kombination der speziellen Inhaltsstoffe sorgen für den positiven Effekt auf Körper und Seele:

  • Koffein/Teein: Koffein bzw. Teein wirkt belebend, regt das Herz-Kreislauf-System sowie den Stoffwechsel an. Außerdem hält Teein wach und fördert die Konzentration. Da das Teein mit den im Matcha Tee enthaltenen L-Theanin und Tannin eine Verbindung eingeht, wird es erst im Darm freigesetzt. So fällt die Wirkung milder und langanhaltender aus als bei Koffein in Kaffee.
  • Catechine (Antioxidantien): Matcha Tee besteht bis zu 40 Prozent aus Catechinen. Besonders das Catechine EGCG (Epigallocatechin-Gallat) ist dabei von zentraler Bedeutung, denn es unterstützt die Krebsprävention, reguliert den Cholesterin-Haushalt und verhindert die Bildung von Ablagerungen in Gefäßen, die zu Arteriosklerose, Parkinson oder Alzheimer führen können. Als Antioxidantien schützen sie die Haut vor den Folgen schädlicher UV-Strahlung und hemmen die Hautalterung. Zusammen mit den Gerbstoffen im Matcha Tee regulieren Catechine die Darm-Flora und können Magen-Darm-Infektionen vorbeugen.
  • Aminosäure L-Theanin: Diese seltene Aminosäure ist dank des beschatteten Heranwachsens der Teepflanzen in hoher Konzentration in Matcha Tee enthalten. Die L-Theanin Wirkung ist vergleichbar mit der des Teeins, denn Theanin macht wach und verbessert Reaktions- und Aufnahmefähigkeit. Dabei sorgt es gleichzeitig für Entspannung und wirkt stimmungsaufhellend. Die Aminosäure könnte sogar präventativ gegen Parkinson, Alzheimer und Schlaganfälle wirken oder unterstützend während der Behandlung eingesetzt werden, Studien dazu stehen allerdings noch aus.
  • Gerbstoff Tannin: Da Matcha nur schonend getrocknet und zermahlen wird, ist das Teein noch immer an die Gerbstoffe/Flavonole gebunden, wodurch seine Wirkung abgemildert wird. Außerdem beruhigt das Tannin den Magen-Darm-Trakt bei einer Reizung und wirkt desinfizierend bei einer Infektion. Darüber hinaus hemmt dieser Bitterstoff das Verlangen auf Süßes, vor allem bei Diäten ein positiver Nebeneffekt.
  • Proteine: Proteine liefern Energie und helfen dem Immunsystem. Neben Proteinen ist Matcha Tee reich an Aminosäuren, die sämtliche Stoffwechselfunktionen unterstützen.
  • Eisen: Das Spurenelement transportiert in den roten Blutkörperchen den Sauerstoff, wird zur Energiegewinnung in den Zellen genutzt und ist an der Bildung unterschiedlicher Enzyme beteiligt.
  • Kalzium: Dass Kalzium für die Knochenbildung und Knochenstabilität notwendig ist, lernt man schon als Kind. Aber das Spurenelement kann noch mehr: Es bindet Fettsäuren und wirkt regulierend auf den Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System.
  • Vitamine: Die Vitamine A, B1, B2, C und E sind in Matcha Tee ebenfalls in signifikanten Mengen enthalten. Ein ausgeglichener Vitamin-Haushalt trägt zu einem gestärkten Immunsystem und einem verbessertem Hautbild bei und regt Herztätigkeit und Stoffwechsel an.
  • Kalium: Das Spurenelement reguliert den Wasserhaushalt des Körpers und sorgt für eine reibungslose Reizübertragung innerhalb des Nervensystems, weiterhin ist Kalium an der Muskeltätigkeit beteiligt.

Doch wie viel Matcha Tee am Tag ist gesund? Die meisten Menschen können bedenkenlos 2-3 Tassen Matcha-Tee pro Tag trinken. Koffein-empfindliche Menschen sollten entsprechend weniger trinken, um eine Überdosierung des Koffeins zu vermeiden.

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