Matcha Genuss zu Hause

Matcha Genuss zu Hause

Selbst versierte Teekenner schrecken vor der Herstellung eines köstlichen Matcha Tees zurück. Die feinpulverige Spezialität aus Japan gilt als schwierig in der Zubereitung. Viele glauben, dass nur wenige japanische Teemeister in der Lage sind, einen perfekten Matcha zuzubereiten. Doch mit ein bisschen Übung und den richtigen Hilfsmitteln ist der Matcha Genuss zu Hause ganz leicht.

Was ist Matcha Tee?

Beim Matcha handelt es sich um einen japanischen Grüntee. Im 12. Jahrhundert brachte der Mönch Eisai ihn nach einer Studienreise aus China mit und seitdem feierte der feine Pulvertee sowohl am japanischen Hof als auch in den Klöstern große Erfolge. Anders als herkömmlicher Tee ist Matcha nicht für einen Aufguss bestimmt. Die Blätter werden nach dem Trocknen sehr fein gemahlen, so dass sich das Pulver später im heißen Teewasser vollständig auflöst. Matcha Tee wird eine extrem gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt, nicht zuletzt durch die enthaltenen Vitamine A, B, C und E. Er hat eine sehr belebende Wirkung, sollte also nur in kleinen Mengen genossen werden. Der beste Matcha Tee kommt aus der Präfektur Aichi, aber auch in anderen Regionen Japans werden sehr gute Sorten hergestellt. Zweitklassige Qualitäten werden gerne als Backzutat verwendet.

Welches Zubehör wird benötigt?

Mit der richtigen Schale geht es los

Mit dem passenden Matcha Tee Zubehör wird es ganz leicht, Matcha Tee zu Hause zuzubereiten. Zunächst darf natürlich die Matcha Schale nicht fehlen, die Chawan genannt wird. Ursprünglich kommt der Begriff aus China, dem Herkunftsland der Teezeremonie. Die Teeschalen gibt es in unterschiedlichen Formen. Sie sollten so groß sein, dass der Tee problemlos aufgeschäumt werden kann. Etwa 60 bis 100 Milliliter Wasser werden für eine Portion Macha Tee benötigt.

Ein Bambusbesen darf nicht fehlen

Weiter geht es mit dem Chasen, einer Art Bambusbesen, der benutzt wird, um den Tee wirklich vollständig im Wasser aufzulösen. Zudem sorgt er für den berühmten Jadeschaum, der für einen echten Matcha Tee ebenso unerlässlich ist, wie die feine Crema für den Espresso. Um den Bambusbesen optimal zu pflegen, sollte er vor der Benutzung kurz in Wasser gelegt werden, sodass der Bambus nicht spröde wird.

Der Holzlöffel zur Portionierung

Ein Holzlöffel dient zur Portionierung des edlen Tees. Er ist in der Form eines Bambusspatels bekannt und wird als Chashaku bezeichnet. Aber auch mit einem herkömmlichen Löffel ist die Portionierung nach ein wenig Übung kein Problem. Generell gilt, dass etwa ein Gramm Tee für eine Portion ausreichend ist. Dies entspricht etwa einer Teelöffelspitze voll Pulver.

Das macht das Teeset komplett

Damit ist das Tee-Set fast komplett. Eine Teekanne wird für die Zubereitung von Matcha-Tee eigentlich nicht benötigt. Sie kann aber hilfreich sein, um das Wasser, mit dem der Tee aufgegossen wird, auf einem Stövchen bei idealer Temperatur zu halten. In Japan wird das Wasser vom Teemeister einem gusseisernen Kessel entnommen, auf den hierzulande aber problemlos verzichtet werden kann. Die Ausrüstung wird komplettiert durch eine lichtdichte und gut schließende Teedose. Diese sorgt dafür, dass die japanische Köstlichkeit während der Aufbewahrung ihr Aroma behält.

So gelingt die die Zubereitung ganz leicht

Zunächst wird das Teewasser erhitzt. Wichtig ist, dass das Wasser nicht mehr kochen darf, wenn der Tee aufgegossen wird. Eine Temperatur zwischen 70° und 80° Celsius ist ideal, um das beste Aroma zu gewinnen. Anschließend wird der Tee in den Teeschälchen portioniert. Das heiße Wasser wird mittels eines Schöpflöffels in die Schalen gegossen. Auch hierfür gibt es eine spezielle Bambuskelle, die Hishaku genannt wird. Steht kein Hishaku zur Verfügung, tut es aber auch eine gewöhnliche Schöpfkelle oder die Teekanne. Der Tee wird nun in der Schale mit dem Chasen unter beständigem Rühren aufgeschäumt. Erst wenn sich der ganze Tee aufgelöst hat und sich auf der Oberfläche der typische samtige Schaum bildet, gilt das Ergebnis als perfekt.
Nun kann der Tee genossen werden, der leicht trotz seines leicht bitteren Geschmacks eine süßliche Note besitzt.

Fazit

Natürlich entspricht diese Art der Teezubereitung nicht dem japanischen Zeremoniell, das an den Zen-Buddhismus erinnert, in speziellen Teehäusern zelebriert wird und einem genauen Ablauf folgt. Doch dem heimischen Genuss tut das keinen Abbruch. Und mit dem richtigen Zubehör und einem hochwertigen Tee können auch Sie sich problemlos ein Stück Japan in die eigenen vier Wände zaubern.

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