Die Vielfalt der Matcha Tee-Sorten

Matcha-Tee, das Trendgetränk aus Japan, erfreut sich auch hierzulande zunehmender Beliebtheit. Für das leuchtend grüne Pulver verwendet man nur die besten Teile des Teeblattes. Während man den Tee früher nur bei den traditionellen Teezeremonien der japanischen Elite trank, stieg die Nachfrage inzwischen auch außerhalb Japans deutlich an. Nicht zuletzt, weil der Matcha unter den erlesenen Grüntee-Sorten wie Gyokuro, Sencha und Tamaryokucha als Star gilt. Mittlerweile haben eifrige Gastronomen in Großstädten wie Hamburg und Berlin den japanischen Schaumschläger für sich entdeckt. Sie bieten es in ihren schicken Teesalons teils sehr interessante Kreationen wie den Cocktail „Matcha on the rocks“ an. Zudem verfeinert man in vielen Getränkeshops Eiscreme mit Matcha Pulver oder man mischt das Teepulver in heiße Schokolade. Doch auch wer auf den puren Teegenuss aus ist, kommt in puncto geschmacklicher Vielfalt voll auf seine Kosten. Schließlich gibt es eine nicht unerhebliche Anzahl verschiedener Matcha Tees.

Der Einstieg in die Welt der Matcha-Tees

Als idealer Einsteiger in die Welt der Matcha-Tees empfiehlt man vielfach den grünen Pulvertee Hoshino, der aus der gleichnamigen Region in Japan stammt. Der Hoshino Matcha ist ein ökologisch angebauter Tee, der sich durch Tiefe, Frische und Kraft auszeichnet. Hierbei handelt es sich zudem um eine der Matcha Tee-Sorten, die sich besonders gut für die Zubereitung des Usu-Cha, des sogenannten dünnen Tees, eignet. Der Seiju, ebenfalls ein Matcha aus der Hoshino-Region, zählt zu den höchsten Qualitäten der Region und ist sowohl für die Zubereitung des Usu-Cha als auch für den Koi-Cha, den dicken Tee, geeignet. Der Seiju Matcha besticht vor allem durch sein edles, süßes und weiches Aroma und zählt zu den weniger gerbstoffreichen Sorten.

Matcha Tee aus dem Hekisui-Teegarten

Aus dem japanischen Teegarten Hekisui stammt die gleichnamige Matcha-Sorte, die bisweilen mit flüssiger Jade umschrieben wird. Angesichts der besonderen Qualität gilt Hekisui Matcha auch als die Spezialität des Teegartens und die Sorte, mit der sich das Haus am meisten identifiziert. Dieser Tee bietet sich zweifelsohne für besondere Momente und die Zubereitung als Koi-Cha an. Darüber hinaus stellt man in diesem bekannten japanischen Teegarten auch den Premium-Matcha Ukitsu her. Diese Sorte baut man in exponierten Höhenlagen in schwer zugänglichen Teegärten an. Dabei wachsen die exklusiven Teesträucher in sehr geringer Menge unter Bäumen, weshalb der Ukitsu eine wahre Rarität ist. Aufgrund dieser natürlichen Beschattung verlangsamt man das Wachstum und erzielt den exzellenten Geschmack.

Die intensiveren Matcha Tee-Sorten

Der Matcha Tenko Uji zählt ebenfalls zu den weniger gerbstoffhaltigen Sorten und besticht vor allem durch sein intensives und zugleich weiches Aroma sowie die jadegrüne Farbe. Die Bezeichnung Tenko bedeutet so viel wie „Trommel des Himmels“. Ein Name, der sich in der vollendeten Balance zwischen schwebender Leichtigkeit und Kraft widerspiegelt. Der exklusive Tenko Uji aus dem Uji-Distrikt ist angesichts seiner reinen Qualität sowohl für den Koi-Cha als auch den Usu-Cha bestens geeignet. Ebenfalls in der Uji-Region stellt man den Matcha Hoju her. Dies ist ein wahrer High-End-Matcha von edelster Qualität. Bei den für den Hoju verwendeten Tees handelt es sich wie bei allen Matcha-Tees traditionell um Tencha. Dies ist ein junger Grüntee, den man etwa vier Wochen vor der Ernte beschattet.

Matcha-Tee in Bioqualität kaufen

Matcha-Tee genügt angesichts seiner traditionellen Herstellung bereits höchsten Qualitätsansprüchen. Wer jedoch besonderen Wert auf einen kontrolliert ökologischen Anbau legt, sollte in Erwägung ziehen, Bio-Matcha zu kaufen. Zwar sind gerade die Top-Qualitäten häufig nicht als Bio-Matcha erhältlich, allerdings gleichen sie dies durch ihre traditionelle Anbauweise und den einzigartigen Geschmack mehr als aus. Neben den genannten Matcha-Varianten können Teeliebhaber auch auf eine Matcha-Mischung, den sogenannten Sencha Matcha, zurückgreifen. Dieser einzigartige Tee besticht durch eine große Geschmacksvielfalt von aromatisch bis leicht süß und seine leuchtend grüne Tasse. Das Besondere am Sencha Matcha: Während der erste Aufgruss durch den süßen Matcha-Geschmack bestimmt wird. Steht beim zweiten Aufguss des leicht blumige Aroma des Senchas in den Vordergrund.

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2 Kommentare

  1. Sie schreiben, dass der Sencha Matcha in zwei Aufgüssen getrunken wird. Wie geht das, denn es ist ja Pulver. Welches ist der beste Matcha für den Anfänger aber mit den gleichen Wirkstoffen. Kann ich auch nur sehr warmes Wasser unter 70 Grad verwenden?
    Danke für die Antwort

    1. Sehr geehrter Herr Schröder,
      bei Sencha mit Matcha handelt es sich um normale Sencha-Teeblätter, denen Matcha-Pulver beigemischt ist. Die Zubereitung erfolgt also als Aufguss, wie es bei normalem Sencha-Grüntee der Fall ist. Lediglich der Geschmack und die angenehm grüne Farbe des Aufgusses unterscheiden sich vom herkömmlichen Sencha. So kann man das Aroma des Matcha-Tees zusammen mit dem des koventionellen Grüntees genießen.
      Theoretisch geht es auch, Wasser unter 70°C zu verwenden – die Ziehzeit verlängert sich entsprechend. Allerdings ist es möglich, dass sich bei kühlerem Wasser nicht alle Aromen und wertvollen Inhaltsstoffe lösen bzw. sich beim Matcha-Tee das Pulver nicht so leicht aufschäumen lässt.
      Als Einstiegs-Matcha empfiehlt sich, wie im Artikel erwähnt, der Hoshino Matcha. Beispielsweise dieser Hoshino-Matcha in Bio-Qualität (20g Dose).

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